Warum wir oc8 gebaut haben – und warum es offen ist

Auf dieser Seite
- Was oc8 ist: Eine offene Plattform, die KI-Agenten über alle Systeme hinweg orchestriert, auf denen ein Unternehmen ohnehin läuft. Berechtigungen, Freigaben und ein lückenloser Audit-Trail bleiben beim Menschen.
- Warum es das gibt: Kein Unternehmen läuft auf einer einzigen Software. KI sitzt bisher aber immer nur in einem einzelnen System, und alles, was über Systemgrenzen geht, machen weiterhin Menschen.
- Woher es kommt: Aus der BOP Alliance, einem weltweiten Netzwerk aus rund 70 führenden Odoo-Partnern in 50 Ländern. oc8 war von Anfang an offen und nie ein geschlossenes Produkt.
- Wie du anfängst: Selbst betreiben, auf GitHub und Discord mitbauen oder ins Partnerprogramm einsteigen. Eine gehostete und eine Enterprise-Edition kommen später.
Wir machen seit Jahren Odoo-Projekte: Einführungen, Migrationen, Integrationen, Individualentwicklung.
Irgendwann kam KI dazu und passte nirgendwo richtig rein. Warum wir daraufhin oc8 gebaut haben, was es kann, woher es kommt, warum es offen ist und was du heute damit anfangen kannst, steht hier.
Das Problem, auf das wir immer wieder gestoßen sind
Angefangen hat das nicht mit einer Idee zu KI, sondern mit dem, was uns in diesen Projekten ständig aufgefallen ist.
Odoo deckt viel davon gut ab. Vertrieb, Lager, Buchhaltung und Projekte liegen in einem System, und für die meisten Unternehmen, mit denen wir arbeiten, ist genau das die Software, auf der das Geschäft wirklich läuft.
Es ist nur nie die einzige. E-Mails und Dateien liegen in Microsoft 365 oder Google Workspace. Der Vertrieb arbeitet in HubSpot oder Salesforce. Der Support hat sein eigenes Ticketsystem, der Shop seine eigene Plattform, und irgendwo läuft ein Branchentool, das niemand ablösen wird. Daran ist keine Software schuld. So sieht ein gewachsenes Unternehmen eben aus, und daran wird sich auch nichts ändern.
Die Arbeit verteilt sich also über all das. Und wer sie von einem System ins nächste trägt, ist ein Mensch.
KI hat daran bisher nichts geändert
Sie sitzt im Browser-Tab neben den Systemen oder direkt in einem davon und macht dann die Arbeit genau dieses einen Systems. Über den Rand hinaus reicht sie nicht. Die Zahlen liest weiterhin jemand ab, beurteilt sie und tippt den nächsten Schritt von Hand.
Was fehlte, war eine Ebene darüber. Eine Schicht, die alle Systeme da lässt, wo sie sind, aus jedem holt, was es gut kann, und KI über alle hinweg arbeiten lässt.
Was ist oc8?
oc8 ist eine offene Plattform, die KI-Agenten über alle Systeme hinweg orchestriert, auf denen ein Unternehmen bereits läuft. Statt eines Assistenten in einem einzelnen Tool bekommst du Agenten, die über alle hinweg arbeiten. Berechtigungen, Freigaben und ein lückenloser Audit-Trail bleiben dabei beim Menschen.
Agenten richtest du ungefähr so ein, wie du ein Team zusammenstellen würdest. Jeder sitzt in einer Abteilung, hat eine Aufgabe und hat Rechte. In einem einzigen Durchlauf liest ein Agent Daten aus deinem ERP, handelt in deinem CRM und legt in deinem Postfach die Antwort als Entwurf an. Also genau die Schritte, für die vorher jemand zwischen den Systemen hin- und hergesprungen ist.
Dafür gibt es zwei Arten von Verbindungen. Die Systeme werden über MCP angebunden, den offenen Standard, mit dem KI-Modelle Zugriff auf Tools und Daten bekommen. Die Modelle selbst hängen über ihre eigenen APIs dran. Welches Modell ein Agent nutzt, legst du einzeln fest und kannst es jederzeit wechseln.
Der Mensch verschwindet dabei nicht. Die Agenten machen die Arbeit. Du entscheidest, was sie anfassen dürfen und was auf deine Freigabe wartet.
Daher der Name. Stop operating. Start orchestrating.
Woher kommt oc8?
oc8 ist ein Open-Source-Projekt der BOP Alliance, eines weltweiten Netzwerks aus rund 70 führenden Odoo Gold Partnern und spezialisierten Solution Partnern in 50 Ländern. Die Partner stemmen gemeinsam internationale Rollouts, teilen Erweiterungen untereinander und beschäftigen sich seit einiger Zeit mit KI. Daraus ist oc8 geworden.
Am Anfang stand eine Frage, kein Produktplan. Als Odoo 19 KI ins Produkt geholt hat, wollten wir wissen, was Kunden damit tatsächlich anfangen. Also haben wir im März 2026 die Odoo AI Challenge ausgerichtet und unseren Partnern wie der ganzen Odoo-Community dieselbe Frage gestellt: Wo könnte KI in der täglichen Arbeit eurer Kunden wirklich helfen?
Die Resonanz war enorm, die Einreichungen stark. Eine davon skizzierte eine KI-Schicht über Odoo: alle Kommunikationskanäle an einer Stelle, verknüpft mit echten Geschäftsdaten, jede Interaktion automatisch im CRM protokolliert, die KI verankert in einer sauber gepflegten Wissensbasis. Vom Umfang her klein, aber mit klarer Richtung. Ungefähr da hat oc8 angefangen.
Ob es offen sein würde, stand nie zur Debatte. Die meisten von uns kommen aus der Open-Source-Welt, und das schon viel länger als aus irgendetwas anderem.
Entstanden ist oc8 in einem Odoo-Netzwerk, bleiben sollte es dort nie. Auf welchen Systemen ein Unternehmen auch läuft: oc8 ist dafür gebaut, über sie hinweg zu arbeiten. Wie das im Ganzen aussieht, siehst du auf der Produktseite.
Warum ist oc8 offen?
Weil Software, die in deinem Namen handelt, keine Blackbox sein sollte. Der Kern von oc8 ist Open Source und läuft auf deiner eigenen Infrastruktur. Das KI-Modell legst du pro Agent fest, die Systeme kommen über einen offenen Standard dazu, und jede Aktion wird protokolliert. Festhalten kann dich daran nichts.
Solange Software nur deine Daten speichert, ist ein geschlossener Anbieter vor allem lästig. Sobald sie anfängt, die Arbeit selbst zu machen, also deine Verträge zu lesen, deinen Kunden zu antworten und dein Geld zu bewegen, steht deutlich mehr auf dem Spiel.
Eine geschlossene Plattform entscheidet für dich
Die meisten KI-Plattformen liefern dir ein Modell, einen Ort, an dem es läuft, und eine feste Liste von Integrationen. Über alle drei entscheidet jemand anderes. Wird das Modell schlechter, steigt der Preis oder fehlt genau der Connector, den du brauchst, bleibt dir nur zu warten. Und irgendwann kannst du auch nicht mehr einfach wechseln, weil in der Plattform inzwischen steckt, wie dein Unternehmen arbeitet.
Offen heißt, du entscheidest
oc8 läuft dort, wo du es hinstellst: im eigenen Cluster, on-premise oder gehostet in Europa. Deine Daten bleiben dort. Das KI-Modell legst du pro Agent fest, von OpenAI, Anthropic, Google oder Mistral bis zum offenen Modell auf deiner eigenen Hardware, und wechseln kannst du jederzeit. Anbinden kannst du die Systeme, die du ohnehin betreibst, denn auch der Standard darunter ist offen. Deine Modelle, deine Daten, deine Regeln. Und wenn du gehen willst, nimmst du alles mit.
| Geschlossene Plattform | oc8 | |
|---|---|---|
| KI-Modell | Eins, ausgewählt vom Anbieter | Jedes Modell, pro Agent, jederzeit wechselbar |
| Betriebsort | Die Cloud des Anbieters | Dein Cluster, on-premise oder gehostet in Europa |
| Integrationen | Eine Liste, die jemand anderes kontrolliert | Alles, was MCP spricht, egal von wem |
| Wechsel | Deine Prozesse bleiben beim Anbieter | Offener Kern, deine Daten, du nimmst alles mit |
Jeder kann darauf aufbauen
Hinter oc8 steht kein einzelner Anbieter, sondern eine Community und ein Partnernetzwerk, und beide sind für jeden offen. Gebaut werden dort Capas: ein Connector zu einem System, das du betreibst, ein einzelner Skill, ein kompletter Agent, ein ganzes Abteilungs-Template. Alles, was veröffentlicht wird, landet im Ökosystem, wo jedes Unternehmen es mit wenigen Klicks installiert. Du kannst auch selbst bauen, allein oder zusammen mit einem Partner.
Ein geschlossener Anbieter hat eine Roadmap und eine feste Zahl an Entwicklern. Jeder Connector, den du brauchst, muss sich einen Platz auf diesem Plan verdienen, und bis dahin wartest du.
Eine offene Plattform hat diese Grenze nicht. Jedes Unternehmen, jeder Partner und jeder Entwickler kann sie erweitern, und was dabei herauskommt, steht allen anderen zur Verfügung. Ein Team löst am Dienstag eine Integration, der Rest installiert sie am Mittwoch. Je mehr Leute bauen, desto schneller bewegt sich die Plattform.
Und damit wächst auch immer weiter, was ein Unternehmen an KI abgeben kann. Eine Grenze ist dabei nicht in Sicht.
Du behältst die Kontrolle, und du kannst es belegen
Zugriffsrechte reichen bis auf den einzelnen Datensatz. Guardrails begrenzen, was ein Agent überhaupt tun darf. Riskante Schritte warten auf die Freigabe eines Menschen. Jede Aktion landet in einem Audit-Log, das du lesen kannst, jeder Modellaufruf inklusive.
Das ist kein Compliance-Feature, das nachträglich drangeschraubt wurde. Erst das macht einen Agenten sicher genug, um ihm echte Arbeit zu geben. Und nebenbei ist es genau das, was der EU AI Act verlangt: Menschliche Aufsicht und Protokollpflichten werden für immer mehr Systeme zur Rechtspflicht.
So fängst du heute an
Vier Möglichkeiten, je nachdem, wie tief du einsteigen willst.
Selbst betreiben. Klon das Repository und geh den Quickstart durch.
Mitentwickeln. Code, Roadmap und Issues liegen offen. Schreib einen Agenten, einen Skill oder einen Connector. Oder red mit uns über die Architektur, auf GitHub und Discord.
Ein Geschäft daraus machen. Führ oc8 bei deinen Kunden ein, bau Services drumherum oder veröffentliche eigene Capas. Zum Partnerprogramm.
Betreiben lassen. Eine gehostete Edition und eine Enterprise-Edition sind in Arbeit. Der Kern bleibt dabei selbstverständlich Open Source. Auf die Warteliste.

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